Es ist so weit …

Die Testumgebung des künftigen Handschriftenportals steht bereit!

Nach zwei Jahren intensiver Entwicklungsarbeit möchten wir Sie einladen, erste Funktionalitäten des künftigen Handschriftenportals auszuprobieren.

Von Beginn an war es ein zentrales Anliegen unseres Projekts, dass sich potenzielle Nutzer:innen des Handschriftenportals aktiv einbringen und uns mit ihren Wünschen und Anregungen unterstützen. Ziel ist, ein möglichst optimales Ergebnis für diejenigen zu erreichen, für die wir das Portal aufbauen. Dazu veranstalteten wir bereits Workshops und befragten Handschriftenforscher:innen und -erschließer:innen zu Ihren Nutzungsgewohnheiten. Wir kooperieren mit dem Deutschen Zentrum für barrierefreies Lesen (dzb lesen), um eine möglichst barrierearme Webumgebung anbieten zu können, wurden von den Experten um Prof. Rene Schneider (Genf) in guter Usability geschult – und wir werden gemeinsam mit der Humboldt-Universität zu Berlin und Proband:innen aus handschriftenbezogenen Fachbereichen Usability-Tests durchführen.

Ein weiterer wesentlicher Baustein ist Ihr Feedback zu der nun vorliegenden ersten Testumgebung, wozu wir Sie heute einladen möchten. Nur mit Ihrer Unterstützung können wir ein Werkzeug entwickeln, das den Wünschen und Erwartungen von Wissenschaftler:innen, Erschließer:innen, Mitarbeiter:innen aus Bibliothek und Archiv und anderen Handschrifteninteressierten entspricht – das also auch Sie gern benutzen werden. 

Die programmatische frühe Öffnung der Testumgebung für externe Nutzer:innen bedingt den Blick auf unvollständige Daten und noch unausgereifte Funktionalitäten. Zahlreiche technische, inhaltliche und das Design betreffende Feinheiten sind noch nicht vollumfänglich umgesetzt, da wir uns noch mitten in der Entwicklung befinden. Wir bitten Sie daher um Nachsicht und freuen uns über jeden Erfahrungsbericht, der uns hilft, das Portal weiter zu verbessern.

Was erwartet Sie in der Testumgebung?

Screenshot aus der Testumgebung

Aktuell können Sie bereits nach Handschriftenmetadaten, -beschreibungen und -digitalisaten suchen sowie mit zahlreichen Filtermöglichkeiten experimentieren. Außerdem können angezeigte Suchergebnisse mit Klick auf das ‘Plus’-Zeichen in Ihren persönlichen virtuellen Arbeitsplatz (Mirador-Viewer) geladen werden, zu dem Sie über das Kachel-Symbol in der linken Menüleiste gelangen. Hier erwartet Sie eine ganz neue Funktion: Sie können zuvor ausgewählte Handschriftenbeschreibungen und Digitalisate nebeneinanderlegen und vergleichen, auch das Hinzufügen externer IIIF-fähiger Images ist mit einem Klick auf ‘Inhalte hinzufügen’ möglich. Ein hoffnungsfroher Ausblick: Angemeldeten Nutzer:innen wird nach einer zweiten, noch zu beantragenden Projektphase auch eine Annotationsfunktion zur Verfügung stehen. Der Arbeitsplatz erhält so die Funktion eines echten virtuellen Schreibtisches, der sowohl die eigenen Forschungsarbeiten als auch Seminarvorbereitungen etc. erheblich erleichtern kann.

Das Test-Datenset

Aktuell werden im Zuge der Datenqualitätsoffensive alle Handschrifteninformationen (Beschreibungen und Metadaten) aus Manuscripta Mediaevalia sukzessive homogenisiert, zudem werden weitere Daten aus neu digitalisierten Handschriftenkatalogen aufbereitet. Diese Arbeiten werden Ende 2021 / Anfang 2022 mit dem Launch des Handschriftenportals abgeschlossen sein. Da Ihnen die Testumgebung jedoch schon heute einen ersten Eindruck von den bereits entwickelten Grundfunktionalitäten ermöglichen soll, haben wir Ihnen ein Datenset zum Ausprobieren zur Verfügung gestellt. Die folgende Auswahl soll Ihnen einen ersten Blick auf das Spektrum des zu erwartenden Datenbestands und der Handschriftentypen vorstellen:

  • 1.373 mehrheitlich lateinische Handschriften der Universitätsbibliothek Leipzig, darunter kleinere Bestände wie die Handschriftengruppen Ms Thomas, Ms Apel sowie 58 Handschriften aus der Sammlung Gustav Friedrich Hänels, einem Leipziger Professor für Römisches Recht.
  • 197 Donaueschinger Handschriften der Landesbibliothek Karlsruhe, die der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek Donaueschingen entstammen. Es handelt sich um einen für die Altgermanistik wichtigen Bestand mittelalterlicher und neuzeitlicher Handschriften, zumeist in deutscher Sprache. Weitere Informationen zum DFG-Projekt finden Sie auf der Website der Badischen Landesbibliothek
  • 1.481 überwiegend lateinische Helmstedter Handschriften, insbesondere aus niedersächsischen Klöstern. Nähere Informationen zum Bestand können Sie auf der Website der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel nachlesen.

Damit sind aktuell Informationen zu 3.052 lateinischen und deutschsprachigen Codices recherchierbar, deren Kerndaten bereits aufbereitet und homogenisiert worden sind und die zu einem großen Teil über ausführliche Beschreibungen verfügen. Verfügbare Digitalisate werden in der Suche angezeigt und können, sofern sie IIIF-fähig sind, zum erwähnten Mirador-Arbeitsbereich hinzugefügt werden (s. Nutzungshinweise). Bitte beachten Sie, dass die Auszeichnung mit Normdaten zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen wird; auch angezeigte IDs und Links sind in der aktuellen Entwicklungsphase noch nicht persistent!

Wie wird es weitergehen?

Auch in den nächsten Monaten werden wir mit Hochdruck an der Weiterentwicklung des Portals arbeiten und dabei auch die Datenbasis unserer Testumgebung sukzessive erweitern. Angedacht sind etwa monatlich stattfindende Aktualisierungen, die wir selbstverständlich ankündigen werden. Das eigentliche Handschriftenportal wird voraussichtlich in einem Jahr, also zum Ende der Projektlaufzeit, veröffentlicht. Bis dahin empfehlen wir, für eine weitergehende fachliche Recherche auf Manuscripta Mediaevalia zurückzugreifen.

Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

Wir sind gespannt auf Ihre Anregungen zu Ihrem ersten Nutzungserlebnis. Schreiben Sie uns dazu gern eine Nachricht an handschriftenportal@sbb.spk-berlin.de oder nehmen Sie an unserer Feedback-Umfrage teil. Herzlichen Dank!

Testumgebung ausprobieren und Feedback geben
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