Information und Partizipation –

Die Kommunikationsstrategie des HSP-Projekts

Das Handschriftenportal soll die Arbeit mit Handschriften, ihren Metadaten und Digitalisaten wesentlich erleichtern und eine nutzungsfreundliche virtuelle Arbeitsumgebung bereitstellen. Um eine hohe Usability und damit die Akzeptanz der Fachcommunity zu erreichen, wird von Beginn an großer Wert auf Austausch und Kooperation gelegt. Das Handschriftenportal-Projekt setzt daher nicht nur auf eine enge Zusammenarbeit zwischen den räumlich getrennten Partnern, sondern auch auf einen lebhaften Austausch mit den Zielgruppen ‘Wissenschaft’ und ‘handschriftenbesitzende Einrichtungen’. Projektentwicklungen werden transparent kommuniziert, um Wünschen und Anforderungen aus der Fachgemeinschaft frühzeitig begegnen zu können. Akteure aus Wissenschaft und Lehre, Bibliothek und Archiv werden kontinuierlich in den Entwicklungsprozess eingebunden.

Die Projektkommunikation basiert auf den zwei Säulen ‘Information’ und ‘Partizipation’.

Steckbrief


Name:
Carolin Hahn (SBB)


Rolle im Projekt:
Öffentlichkeitsarbeit & Datenredaktion

Institutionelle Anbindung:
Handschriftenabteilung der SBB
Mitarbeiterin des Referats 1 (Abendländische Handschriften)

Carolin Hahn

1. Information

Das Herzstück der Projektkommunikation ist die Website, die nach Abschluss der Entwicklungen auch den eigentlichen zentralen Nachweis von Beschreibungen und Digitalisaten sowie angelagerte Funktionen wie den Virtuellen Arbeitsplatz und das Nachweismodul beherbergen wird (in der Grafik allgemein als ‚Portal‘ bezeichnet). Derzeit sind hier Projektinformationen und aktuelle Neuigkeiten abrufbar: Das Blog sowie ein News-Ticker berichten über aktuelle Entwicklungen wie beispielsweise über die Hauptergebnisse der Sprint Review Meetings, über Neuigkeiten seitens der DFG oder Meldungen zu Veranstaltungen. Voraussichtlich ab Herbst 2020 wird zudem ein Newsletter erscheinen. Interessierte können bereits heute eine kurze E-Mail an handschriftenportal@sbb.spk-berlin.de senden, um sich vorab zu registrieren.

Um insbesondere fachliche Nutzer:innen aus Wissenschaft, Bibliothek und Archiv über das Handschriftenportal zu informieren, ist die Vorstellung des Projekts auch im Rahmen von Tagungen ein so wichtiger wie selbstverständlicher Bestandteil der öffentlichen Kommunikation. 2019 stellte Leander Seige (UBL) das Projekt auf der “ELAG(European Library Automation Group)-Konferenz” in Berlin und der “IIIF-Jahreskonferenz” in Göttingen vor. Dr. Carolin Schreiber (BSB) sprach in Oxford auf der “Dark Archives: A Conference on the Medieval Unread and Unreadable, Society for the History of Medieval Languages and Literature”. In diesem Jahr präsentierte Dr. Robert Giel (SBB) den aktuellen Entwicklungsstand auf dem CERL-Workshop “European manuscripts portal” in Den Haag. Aufgrund der COVID-19-bedingten Einschränkungen werden bereits geplante Beiträge wie bspw. der Vortrag zum Thema „Buchhandschriften als Sondermaterial in Archiven und Bibliotheken und ihr spartenübergreifender Nachweis – Das Projekt Handschriftenportal“ auf dem “90. Deutschen Archivtag in Bielefeld” leider ausfallen.

2. Partizipation

Neben den informierenden Kommunikationsmaßnahmen ist die aktive Einbindung der zukünftigen Nutzer:innen ein mindestens ebenso wichtiger Baustein. Da der Fokus des Handschriftenportals insbesondere auf einer guten Usability liegt, werden von Beginn an auch Möglichkeiten der Partizipation und Kritik angeboten. Damit wird gewährleistet, dass die Bedürfnisse und Wünsche der Zielgruppen während des Entwicklungsprozesses berücksichtigt werden und das Handschriftenportal zu einem gern genutzten Werkzeug wird.

Neben der Möglichkeit des Austauschs über das soziale Netzwerk Twitter (@hsprtl) werden Erhebungen durchgeführt, um die Wünsche der Zielgruppen gezielt zu erfragen. Die Ergebnisse einer Umfrage zur Nutzung von bestehenden Online-Angeboten wird voraussichtlich Ende Juni 2020 auf dem Mittelalterblog veröffentlicht.

Außerdem finden in regelmäßigen Abständen Workshops statt – so beispielsweise bereits vor Projektbeginn 2018 ein offenes Brainstorming zum Mirador-Viewer und im März 2019 ein Anforderungsworkshop zu den Recherchefunktionalitäten. Zu beiden Veranstaltungen lud die Universitätsbibliothek Leipzig ein, um Erschließer:innen sowie Fachkräfte aus Bibliothek und Archiv zu ihren Nutzungsgewohnheiten, Wünschen und Anregungen zu befragen. Ende 2019 konnten zudem erste Mockups (rudimentäre Klick-Dummies zur Funktionspräsentation) des zukünftigen Erfassungstools präsentiert werden, die Fachvertreter:innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bewertet haben. Weitere projektbegleitende Workshops befinden sich in Planung.

In der zweiten Jahreshälfte 2020 werden Usability-Tests mit den Kooperationspartner:innen, mit Wissenschaftler:innen, Archivar:innen und Interessierten stattfinden, um die Nutzungsfreundlichkeit der ersten Katalog-Mockups zu evaluieren. Falls Sie bereit wären, an solchen Tests mitzuwirken, freuen wir uns über Ihre Nachricht an handschriftenportal@sbb.spk-berlin.de. Mit Ihrer Hilfe kann ein nutzungsfreundliches Arbeitsinstrument entstehen.

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